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Warum Natur-Ausbildungen zwischen 600 € und 6.000 € kosten

Ausbildungskosten Natur-Ausbildungen

Wer sich über Weiterbildungs-Angebote in psychosozialen Naturberufen informieren möchte, findet sich schnell in einem schier undurchdringbaren Dschungel an Berufsbezeichnungen, Weiterbildungs-Konzepten und Preismodellen wieder. Dieser Artikel soll für etwas mehr Orientierung sorgen.

Denn die großen Preisunterschiede entstehen meist nicht zufällig. Sie hängen vor allem damit zusammen, wie tief ein Thema vermittelt wird, auf welches Kompetenz-Niveau eine Ausbildung zielt und wieviel persönliche Begleitung und Praxiserfahrung enthalten sind. Genau darauf lohnt es sich zu schauen, wenn Du Angebote sinnvoll vergleichen möchtest.

Keine geschützten Berufsbezeichnungen

Allein die Vielfalt der Berufsbezeichnungen kann erschlagend wirken:

Naturpädagogik, Natur-Mentaltraining, Naturtherapie, Naturcoaching, Natur-Prozessbegleitung, Natur-Mentoring, Natur-Achtsamkeitstraining, Natur-Resilienztraining…. 

Wie sollen sich Laien da zurechtfinden?!

So schön es auch für uns Weiterbildungs-Anbietende ist, dass es in unserem Bereich noch keine staatliche Regulierung gibt und jede*r den Begriff wählt, der am besten zu seiner Arbeitsweise passt: Für Menschen, die sich in der Weiterbildungslandschaft erstmals orientieren wollen, bedeutet es viel Recherche-Arbeit, um zu verstehen, was die einzelnen Angebote voneinander unterscheidet.

Letztlich lässt sich das Problem auch nicht ganz lösen, denn schon die Begriffe „Coaching“, „Training“, „Mentoring“ und „Therapie“ sind nicht einheitlich definiert. 

Der beste Rat scheint mir daher zu sein: 

Geh nicht davon aus, dass zwei Weiterbildungen mit denselben Begriffen auch dieselbe Arbeitsweise vertreten!

Achtsamkeit ist nicht gleich Achtsamkeit

Nehmen wir an, Du möchtest lernen, wie Du Gruppen mit Achtsamkeit in der Natur begleiten kannst. Du findest mehrere Anbieter*innen, die die Worte „Achtsamkeit“ und „Natur“ in ihrem Weiterbildungsangebot nennen.

Aber wo „Achtsamkeit“ draufsteht, ist bei weitem nicht immer „Achtsamkeitspraxis“ drin. Der Unterschied: Häufig sind damit nur Wahrnehmungsübungen gemeint. Sie dienen dazu, die Natur feiner wahrzunehmen und besser genießen zu können. Von der existenziellen Intensität der jahrtausendealten Achtsamkeitspraxis ist das weit entfernt.

Gerade diese ist es aber, die die Hoffnung auf einen sozial-ökologischen Wandel unserer Gesellschaft realistisch macht! Mit Wahrnehmungs-Übungen allein werden wir die Denk- und Verhaltensweisen, die uns in die ökologische Krise geführt haben, nicht verändern können.  

Falls Du Dir unsicher bist, was die Weiterbildungs-Anbieter*innen unter „Achtsamkeit“ verstehen, frag genauer nach:

  • Was ist ihre Definition?
  • Wieviel Selbsterfahrung mit den Übungen ist beinhaltet – sowohl in der Rolle als Teilnehmer*in als auch als Leiter*in? 
  • Wieviel direkter Dialog – in Präsenz oder live online – mit den Dozent*innen ist vorgesehen? (Um die Achtsamkeitspraxis zu verinnerlichen, ist es unerlässlich, dass Dich jemand auf Deine blinden Flecken aufmerksam macht!)
  • Welchen Stellenwert haben Selbsterkenntnis und Veränderung der eigenen Denk- und Verhaltensmuster?

Zur Orientierung: Bei täglichem Praktizieren und wöchentlichem Austausch dauert es meiner Erfahrung nach mehrere Monate bis man die Haltung der Achtsamkeit wirklich verstanden und verinnerlicht hat. „Fertig“ ist man damit nie, weil die Achtsamkeitspraxis ein Übungsweg ist, der zu immer tieferer Lebensweisheit führt.

Naturtherapie ist nicht gleich Naturtherapie

Ähnlich ist es beim Begriff „Naturtherapie“: Hier an der Psychologischen Akademie für Naturtherapie verstehen wir darunter: Psychotherapie und Coaching in und mit der Natur. Also eine (Einzel-)Begleitung mit psychologischen Mitteln zum Zweck der Persönlichkeitsentwicklung bzw. Heilung oder Linderung psychischer Störungen.

Andere Weiterbildungs-Anbieter fassen unter diesen Begriff hingegen somatisch-medizinische Anwendungen wie sie z.B. aus der Waldmedizin, der Klimatherapie oder vom Kneippen bekannt sind. 

Beide sprechen den Menschen als Naturwesen an, aber der Schwerpunkt liegt jeweils auf unterschiedlichen Vorgehensweisen. Verkürzt gesagt: Eine Gangunsicherheit nach Schlaganfall lässt sich nicht allein dadurch beheben, dass die Betroffenen ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse kennenlernen. Und eine Angststörung verschwindet nicht allein durch Entspannungsübungen im Wald. Jedes Verfahren hat seine Schwerpunkte.

Unterschiedliche Qualifikations-Niveaus

Es gibt also große Unterschiede beim Umfang bzw. in der Tiefe des Themas. Wahrnehmungsübungen anzuleiten, kann man schneller lernen als sich selbst auf den herausfordernden Weg der Achtsamkeitspraxis zu begeben. 

Außerdem qualifizieren unterschiedliche Weiterbildungen für unterschiedliche Kompetenz-NiveausDie Anforderungen lassen sich mithilfe der sechs Taxonomiestufen nach Benjamin Bloom einteilen:

Stufe 1: Wiedergeben

Stufe 2: Verstehen

Stufe 3: Anwenden

Stufe 4: Analysieren

Stufe 5: Synthetisieren

Stufe 6: Bewerten

Stufe 1 bedeutet z.B., dass Teilnehmende eine Definition oder Anleitung auswendig gelernt haben. In einer Prüfung lässt sich feststellen, ob die Definition exakt wiedergegeben wird, nicht aber, ob die Teilnehmenden verstanden haben, was sie schreiben.

Auf Stufe 5 können Teilnehmende eigene Vorgehensweisen zum Erreichen eines Ziels entwickeln. Auf Stufe 6 sind sie in der Lage, Kriterien zu entwickeln, nach denen Hypothesen oder Vorgehensweisen evaluiert werden können.

Viele Natur-Ausbildungen vermitteln vor allem Kompetenzen bis Stufe 3. Hier haben Teilnehmende zum Beispiel eine Übung verstanden und wissen, wie sie sie anleiten können. Oder sie setzen Fachbegriffe in einer Diskussion korrekt ein, nachdem sie gelernt haben, sie voneinander zu unterscheiden.

Wissen allein genügt nicht

In gewöhnlichen Onlinekursen und Fernlehrgängen lernt man das v.a. über schriftliche Materialien, Videos oder Vorträge und wird in Multiple-Choice-Tests dazu abgefragt. In Präsenz-Weiterbildungen kannst Du immerhin die Übungen auch am eigenen Leib und die Dozent*innen bei der Gruppenleitung erleben. 

Es bleibt aber das Problem, dass die Teilnehmenden zwar theoretisches Wissen erworben haben, sich aber nicht trauen, es in die Tat umzusetzen, weil ihnen die begleitete Erfahrung fehlt.

Was nützt es, wenn man in der Theorie über die Gesundheitswirkung des Waldes referieren kann, aber nicht damit umgehen kann, wenn Unvorhergesehenes passiert – was in der Natur ja eher der Normalfall ist?

Wenn es darum geht, Menschen bei ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten, reicht es auch nicht aus, Wissen über Naturwirkungen zu haben oder Übungen erklären zu können. Entscheidend ist vielmehr eine verkörperte Haltung: die Fähigkeit, präsent und wertfrei zu sein, sich selbst und andere aufmerksam wahrzunehmen, Gruppenprozesse zu lenken und eine hilfreiche Beziehung gestalten zu können.

Du kannst nur weitergeben, was Du selbst verkörperst!

Solche Fähigkeiten entstehen nicht allein durch Lesen oder Videoschauen. Sie entwickeln sich durch das Zusammenspiel von persönlicher Erfahrung, Reflexion und Rückmeldung. In der Erwachsenenbildung spricht man von „Erfahrungslernen“.

Genau das ist es, was unsere Online-Ausbildungen auszeichnet!

Wodurch sich Ausbildungs-Formate unterscheiden

Zur Orientierung kann es hilfreich sein, nicht nur auf den Titel einer Weiterbildung zu schauen, sondern auf ihr tatsächliches Lernformat. Die folgende Matrix vergleicht typische Ausbildungsformate danach, wie stark sie auf Wissensvermittlung oder Anwendung ausgerichtet sind – und wieviel persönliche Begleitung sie bieten. 

Natur- und Achtsamkeitstrainer

Klassische Fernstudienanbieter versenden ihre „Lehrbriefe“ heute zwar auch digital und bieten inzwischen auch Foren zum schriftlichen Fragenstellen an. Aber einen direkten Live-Kontakt zu den Dozent*innen gibt es nicht. Oft ist im Vorfeld nicht einmal klar, von welcher Person man dort lernt, welche Erfahrung und Qualifikation sie mitbringt!

Es findet also keine Live-Begleitung statt und die theoretische Wissensvermittlung steht im Vordergrund.

Präsenz-Weiterbildungen bieten die Möglichkeit, die Naturmethoden „am eigenen Leib“ zu erleben und den Dozent*innen bei der Gruppenleitung zuzusehen. Allerdings nur solange das Seminar dauert. Wenn Du wieder zu Hause bist, bist Du auf Dich allein gestellt.

Durch diesen Bruch zwischen Seminar und eigenem Umfeld ist es schwierig, das Gelernte im Alltag anzuwenden – zumal Du im Seminar nur Erfahrungen in der Rolle der/des Teilnehmenden gesammelt hast und nicht als Leiter*in.

Erfahrungslernen braucht viel Begleitung

Ein zentraler Bestandteil unserer Ausbildungen ist die tägliche Achtsamkeitspraxis in der Natur. Unsere Teilnehmenden verbringen die Hälfte ihrer Ausbildungszeit draußen und reflektieren ihre Erfahrungen. Dadurch haben sie nicht nur theoretisches Wissen über Achtsamkeitspraxis, sondern leben sie wirklich im Alltag.

Jeder Mensch hat blinde Flecken und Du kannst nicht wissen, was Du nicht weißt. Tiefe persönliche Einsichten entstehen dann, wenn eine erfahrene Person genau zuhört, die richtigen Fragen stellt und die gemachten Erfahrungen spiegelt. Deshalb treffen wir uns in der Ausbildung jede Woche live online. Dort sprechen wir über die aktuelle Selbsterfahrung, ich antworte auf Deine Fragen und gebe Dir persönliches Feedback.

So entsteht ein geschützter Lernraum, in dem neue Erfahrungen gemeinsam betrachtet und vertieft werden können.

Auch bei der Lernerfolgskontrolle haben wir uns daher für einen anderen Weg entschieden: Anstelle von Multiple-Choice-Tests arbeiten die Teilnehmenden mit Praxisaufgaben und einer Projektarbeit, in der sie zum Beispiel ein eigenes Natur-Achtsamkeitstraining entwickeln, durchführen, reflektieren und Feedback bekommen.

Auf diese Weise verbinden sich Wissen, Erfahrung und Reflexion zu einer Kompetenz, die bei der späteren Tätigkeit als Natur-Achtsamkeitstrainer*in oder Naturtherapeut*in bzw. Naturcoach wirklich trägt.

Die Ausbildungen der PAN-Akademie qualifizieren Dich auf Taxonomiestufe 5 und bieten sowohl intensive Begleitung als auch praktische Anwendungserfahrung. Das bedeutet konkret:

  • Du lernst das Wissen anhand von Lehrmaterialien auf der Online-Plattform UND im Dialog mit Dozentin und Gruppe.
  • Du wendest es bei der Entwicklung eines eigenen Projekts an.
  • Du sammelst praktische Erfahrungen als Teilnehmer*in UND in der Rolle als Natur-Achtsamkeitstrainer*in/Naturtherapeut*in/Naturcoach.
  • Du wirst dabei unterstützt, Dich in Deiner Persönlichkeit und Deiner professionellen Rolle weiterzuentwickeln. 

Und bei all dem bist Du in ständigem Kontakt (auf Wunsch täglich!) und wirst auch bei der Umsetzung nicht allein gelassen.

Das macht es sehr viel leichter, nach der Ausbildung selbstbewusst und erfolgreich eine Tätigkeit als Natur-Achtsamkeitstrainer*in bzw. Naturtherapeut*in oder Naturcoach zu starten.

Fazit:

  • Die Preisunterschiede ergeben sich vor allem aus dem Kompetenz-Niveau des Abschlusses, der Tiefe des Erfahrungslernens und der Intensität der Begleitung durch die Dozent*innen.
  • Gewöhnliche Fernlehrgänge sind hilfreich, um sich erst einmal einen Überblick über ein Thema zu verschaffen und theoretisches Wissen anzueignen.
  • Präsenzseminare sind hilfreich, um als Teilnehmer*in Erfahrungen mit Übungen und Methoden zu sammeln.
  • Unsere Ausbildungen vereinen beides. Und darüber hinaus befähigen sie Dich, aus der Tiefe Deiner gelebten Achtsamkeitspraxis und den reflektierten Erfahrungen als Gruppenleiter*in Deine neuen Fähigkeiten auch wirklich anzuwenden.
  • Unsere Ausbildungen sind deshalb vielleicht nicht der leichteste und billigste Weg zu einem Zertifikat. Aber sie sind ein Weg, der dauerhaft trägt. (Und sie richten sich an Menschen, die wirklich lernen möchten, andere auf dem Weg der Persönlichkeitsentwicklung zu begleiten – nicht an diejenigen, die nur ein weiteres Zertifikat sammeln möchten.)

Wenn Du spürst, dass Du nicht einfach nur Wissen sammeln möchtest, sondern alle Kompetenzen erwerben willst, um Menschen wirklich mit Achtsamkeit in der Natur begleiten zu können, dann bist Du in unseren Ausbildungen genau richtig. 🤗

Schreib gerne mal in die Kommentare: Was ist Dein Ziel? Was möchtest Du nach einer Weiterbildung wissen und können?

Start ab 13.04.2026 | Online & in Deiner Natur-Umgebung

Ausbildung Natur-Achtsamkeitstrainer*in

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In der Ausbildung als Natur-Achtsamkeitstrainer*in stärkst Du Deine eigene Gelassenheit, Gesundheit und Lebensfreude.
Und gleichzeitig lernst Du, Menschen die Achtsamkeitspraxis in der Natur zu vermitteln – und machst so Deine Naturliebe zu einer erfüllenden Berufung.

Anmeldeschluss ist am 08.04.2026

Mach Deine Naturliebe zum Beruf!

Natur-Achtsamkeitstrainer genießen viel berufliche Freiheit

Die Autorin

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