„Looooslassen … ganz tief atmen und dann Loooslassen“…
Ich weiß nicht, wie oft ich das schon in spirituell-alternativen Kreisen gehört habe. Ich habe mich auch immer redlich bemüht, meine unliebsamen Eigenschaften, unangenehmen Gefühle oder ungesunden Angewohnheiten loszulassen.
Bei Schulterverspannungen geht das auch einigermaßen. Alles andere hat sich aber trotz intensiven Bemühens als recht hartnäckig erwiesen. Warum?
Einen Bumerang kann man nicht wegwerfen
Irgendwann stellte sich bei mir die Erkenntnis ein, dass man manche Dinge einfach nicht aktiv loslassen kann. Man kann es sich in einer Art spiritueller Verblendung vielleicht einreden oder ganz fest hoffen, aber das „Losgelassene“ erweist sich nur allzu oft als Bumerang, der wieder zurückkommt.
So war es jedenfalls mit dem Groll auf meine Eltern, meinem Workoholismus und meiner Angewohnheit, mich in Gruppen auffällig zu verhalten.
Das Problem beim Versuch, etwas aktiv loszulassen ist nämlich, dass wir es in Wirklichkeit loswerden wollen. Wir wollen es möglichst weit von uns wegwerfen. Dumm nur, dass die großen Dinge, die wir an uns verändern wollen, allesamt wie Bumerangs reagieren.
"Loslassen" heißt nicht "Loswerden"
Was also tun? Wie immer, wenn wir Probleme mit dem Leben haben, hilft ein Blick in die Natur. (Wir vergessen es gerne, aber auch wir sind Naturwesen und finden zu mehr Klarheit und Lebensfreude, wenn wir uns an unseren Mitlebewesen orientieren. 😉)
Im Herbst lassen die Bäume ihre Blätter los. Das tun sie natürlich nicht aktiv und willentlich, sondern es geschieht einfach. Es passiert von selbst, wenn die Zeit dafür reif ist!
Genau wie die Blätter abfallen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, so fallen auch Gewohnheiten, Gefühle und Eigenschaften von Dir ab, wenn Du sie nicht mehr nötig hast.
Ich brauchte es, in Gruppen die Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen, weil ich Angst davor hatte, nicht dazuzugehören. Inzwischen habe ich erfahren, dass es auch anders geht, und bin teilweise richtig still geworden. Auch die anderen Bumerangs kamen nicht mehr zurück, seit ich nicht mehr versucht habe, sie wegzuwerfen.
"Loslassen" heißt "Sein lassen"
Statt also etwas unbedingt loswerden zu wollen, ist es sinnvoller, es anzunehmen. Akzeptiere, dass es momentan so ist und dass Deine menschliche Natur sicher einen guten Grund dafür hat.
Und: Die Dinge können sich ändern, wenn Du reif dafür bist! Häufig müssen noch alte Wunden heilen oder Überzeugungen als überholt erkannt werden, bevor Du ein Verhalten nicht mehr brauchst. Erst dann kann es von Dir abfallen wie die Blätter im Herbst.
Was Du statt aktivem Loslassen tun kannst:
Du kannst gute Bedingungen für Dein Reifen schaffen, z.B. mit Naturtherapie und -coaching mit mir. Gemeinsam schauen wir, was noch der Heilung bedarf, bevor sich die Dinge ändern können.
Meine therapeutische Begleitung sowie professionell eingebundene Naturerfahrungen bereiten einen fruchtbaren Boden für Dein seelisches Wachstum.
Diese Möglichkeit steht Dir übrigens auch offen, wenn Du weiter entfernt von Eitorf lebst: Ich biete Naturtherapie auch online und als mehrtägiges Retreat in einem Tinyhouse in der Natur an.
Naturtherapie ist anders!
Viele Klient*innen berichten, dass sich die Sitzungen unter freiem Himmel lebendiger anfühlen und sie dort weniger Hemmungen haben, über das zu sprechen, was ihnen auf der Seele liegt.
Wenn Du wissen möchtest, ob und wie Dir eine Naturtherapie helfen könnte, nimm einfach Kontakt mit Sandra Knümann auf!
Jetzt bin ich gespannt auf Deine Gedanken: Welche Erfahrungen hast Du mit dem „Loslassen“?
Herzliche Grüße und bis bald im Wald! 🌳
Sandra Knümann